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Buss, Valdis


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Valdis Buss

Valdis Buss

Die Biografie des lettischen Malers Valdis Buss reflektiert auf anschauliche Weise die wechselhafte Geschichte der lettischen Nation im 20. Jahrhundert. Valdis Buss wurde am 25. Juli 1924 in Pokseva in Lettland geboren. Während des 2. Weltkrieges diente er in der Legion, wurde verwundet und begann nach dem Krieg in den Jahren 1945 bis 1950 an der Lettischen Akademie in Riga Kunst und Malerei zu studieren. Im Jahr 1949 wurde die Familie des Künstlers nach Sibirien deportiert. Valdis Buss sicherte sich und seiner Familie durch verschiedene Tätigkeiten in den folgenden Jahren ein Überleben fern der Heimat. In der darauf folgenden politischen Phase der Entstalinisierung erhielt er die Genehmigung, mit seiner Familie nach Lettland zurück zu kehren zu dürfen, als Wohnsitz wählte er nun Jurmala, direkt an der Ostsee gelegen.
Nach seiner Rückkehr begann sich Valdis Buss intensiv mit der Malerei zu beschäftigen und avancierte zum bekanntesten lettischen Maler der Gegenwart. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten, welche die Traditionen des französischen Fauvismus, aber auch den deutschen Expressionismus fortführen, steht das Sujet der Landschaftsmalerei, sehr häufig in klaren leuchtenden Farben umgesetzt und mit kräftig gespachtelten, pastoser Materie komponiert. Seine Werke wurden erstmals 1971 ausgestellt, es folgten in den drei darauf folgenden Jahrzehnten über 100 Ausstellungsbeteiligungen, darunter über vierzig Einzelausstellungen. Mit der Öffnung des ehemaligen Ostblocks begann für ihn eine intensive Ausstellungstätigkeit in Westeuropa, darunter in Brüssel (1990) und in Paris (1993). Valdis Buss Werk gilt als wesentlicher Bestandteil der Malerei des Baltikums, als Brücke zwischen den Malergenerationen von klassischer Moderne und Gegenwartsmalerei.

 

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